Revier Peenestrom

Peenestrom Nord

Der Peenestrom ist ein Meeresarm der Ostsee, der die Insel Usedom vom Festland trennt. Er wird in Peenestrom-Nord und Peenestrom-Süd unterteilt. Er ist etwas über 20 Kilometer lang und verbindet als westlichstes von drei Seegatts (neben Swine (Swina) und Dievenow (Dziwna)) das Stettiner Haff mit der offenen Ostsee. Damit ist der Peenestrom zugleich einer der drei Mündungsarme der Oder zum Meer.

Der Peenestrom hat mehrere, teilweise große Ausbuchtungen, wie das Achterwasser und die Krumminer Wiek, die beide auf der östlichen Seite des Peenestroms weit in die Insel Usedom hineinragen. Es gibt auch zwei Inseln im nördlichen Peenestrom, den Großen und Kleinen Wotig. Den Namen hat der Peenestrom vom Fluss Peene, der östlich von Anklam mit einem kleinen Delta mündet.

Auf dem Peenestrom herrschen zeitweise recht starke Strömungen, da bei starken nördlichen bis nordöstlichen Winden Wassermassen aus der Ostsee ins Haff gedrückt werden und später wieder abfließen. Der Peenestrom ist wegen seines Fischreichtums ein beliebtes Revier zum Angeln, und wegen seiner geschützten Lage zum Segeln und natürlich auch zum "segeln lernen".

Am nördlichen Peenestrom liegen die Yachthäfen von Freest, Peenemünde, Kröslin, Karlshagen und Wolgast. Entlang des nördlichen Peenestroms haben auch Schiffswerften und Reparaturbetriebe ein lange Tradition. Eine Personen- und Fahrradfähre quert den Peenestrom zwischen Peenemünde, Freest und Kröslin. In Wolgast verbindet das sogenannte "blaue Wunder", eine Eisenbahn- und Straßenbrücke, das Festland mit der Insel Usedom. Die Klappe der neuen Brücke ist rund 19 m breit und 42 m lang. Sie wird mehrmals am Tage für den Schiffsverkehr geöffnet.

Am südlichen Peenestrom liegen die Häfen von Ziemitz, Lassan und Rankwitz. Alle drei Yachthäfen liegen nördlich der Straßen-Klappbrücke von Zecherin, die ebenfalls mehrmals für den Schiffsverkehr geöffnet wird. Weiter südlich, gegenüber der Hubbrücke Karnin, einer ehemals etwa 360 m langen Eisenbahnbrücke, liegt der Wasserwanderrastplatz Karnin.